Wir leben in einer Kultur des permanenten Geredes, der Erforschung und der Kontrolle, des öffentlichen Geständnisses und der Selbstinszenierung. Im Zentrum dieses Spektakels der systematischen Befragung und Mitteilung steckt letzten Endes eine der ältesten Kulturtechniken: das Interview. Das Ausstellungsprojekt »talk talk« wird die Macht und die Kunst dieser Methode der Befragung im Kontext zeitgenössischer Kunstformen thematisieren und mit ausgewählten Positionen als künstlerische Praxis ausstellen.

Das Ausstellungsprojekt »talk talk« zeigt eine Auswahl von Videoprojekten, die alle in unterschiedlicher Weise in die oft als selbstverständlich hingenommene Konstellation von Frage und Antwort, Aktion und Reaktion, Investigation und Verteidigung eingreifen, sie überhöhen oder als Produktion einer »Gegenöffentlichkeit« umdefinieren.
 
Mit Arbeiten von: Rozbeh Asmani (D), Gregory Bateson (GB/USA), Ursula Biemann (CH), Sabine Bitter, Helmut Weber (A/CAN), Jörg Burger (A), Yvon Chabrowsky (D), Dellbrügge & de Moll (D), Jeanne Faust (D), Andrea Fraser (US), Till Gathmann (D); Ronald Gerber (D), Jochen Gerz (D/IRL), Jean-Luc Godard (F), Klub Zwei (A),Kathi Lackner (A), Katarina Matiasek (A), Alex McQuilkin (US), Björn Melhus (D), Antoni Muntadas (E), Daniel Pflumm (D), Mark Raidpere (EST), Oliver Ressler & Dario Azzellini (A/D/VEN), Julika Rudelius (NL), Corinna Schnitt (D/US), Axel Stockburger (A/GB), Telewissen (D), Kerry Tribe (US), Ingrid Wildi (CL/CH) und Manuela Zechner (A/GB)
 
Projektidee: Dr. Marc Ries


 
Talk Talk – Das Interview als künstlerische Praxis, 2010
Ausstellungsarchitektur
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
Kunstverein Medienturm, Graz
Galerie 5020, Salzburg